Die Inventarisation der Bestände, insbesondere grosser Nachlässe, zählt zu den wichtigsten „Projekten“ des Kulturarchivs. So ist das Kulturarchiv zur Zeit dabei, den umfangreichen Nachlass Pinösch-Gredig aus Vulpera zu ordnen, inventarisieren und zugänglich zu machen. Die Dokumentation erzählt von der Geschichte des öffentlichen und privaten Verkehrs, der Bildungsinstitute, der Grandhotels usw. Das Inventarisations-Projekt wird von der Willy Muntwyler-Stiftung, vom Kanton Graubünden und anderen Institutionen grosszügig unterstützt.
Die neue Homepage und die Zusammenarbeit des Kulturarchivs mit den Schulen sind Projekte, die von der Kulturkommission der Schweizerischen UNESCO gefördert werden.
In Aussicht steht eine Buchpublikation über den Fotografen Gustav Sommer, von welchem das Kulturarchiv rund 40'000 Negative besitzt. Wie das 2003 erschienene Buch über Elizabeth Main soll auch dieses beim Diopter-Verlag Luzern erscheinen.
Autorinnen: Dora Lardelli und Susanna Sala Massari
Umfang: 200 Seiten, 250 Abbildungen, Format: 21,5x17 cm
Auf Ende 2012 soll ein Kulturführer des Engadins (Maloja bis Martina)
in deutscher, italienischer und englischer Sprache erscheinen. Darin werden nach einem allgemeinen Einführungskapitel die Engadiner Gemeinden mit ihrer Geschichte und den Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Der Führer soll Gäste, Einheimische und Jugendliche ansprechen.
Zum Thema der Engadiner Kultur findet in der Chesa Planta Zuoz
vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 eine Ausstellung mit Bildern und Texten von Engadiner Jugendlichen statt. Deren Stimmen sollen im Kulturführer berücksichtigt werden.
Information: Kulturarchiv Oberengadin
Das Kulturarchiv hat sich zum lebendigen Kulturzentrum entwickelt. Leute jeden Alters und verschiedenster Herkunft kommen als Benützerinnen und Benützer oder arbeiten mit und tragen so zur Kenntnis über die Engadiner Geschichte bei.
Um zu neuen Dokumenten zu gelangen und eine Zusammenarbeit mit den Talbewohnern und anderen Interessierten zu fördern, wirkt das Archiv aktiv nach aussen. Dies geschieht meist in Zusammenarbeit mit verwandten Institutionen, mit welchen Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen organisiert werden, so mit dem Verein für Bündner Kulturforschung, der Chesa Planta Samedan, dem Kulturzentrum Laudinella St. Moritz, der Stiftung Musica e Cultura St. Moritz oder auch mit anderen Archiven wie Archivio Storico della Bregaglia und der Dokumentationsbibliothek St. Moritz.


