Kulturarchiv Oberengadin, Chesa Planta, CH-7503 Samedan

Tel. 081 852 35 31 Fax 081 852 15 33, info(at)kulturarchiv.ch




Jeden Donnerstag von 14.00 bis 19.00 Uhr und während der ganzen Woche auf Anfrage.




Wie findet man uns?

 

Wir befinden uns im Zentrum von Samedan, oberhalb des Bahnhofs, etwa 5 km von St. Moritz entfernt.

 

Einen Ortsplan der Gemeinde Samedan finden Sie bei MapSearch.ch




Das Kulturarchiv Oberengadin sammelt Dokumente zur Kultur des Oberengadins und der umliegenden Regionen: Briefe, Pläne, Fotografien, Zeichnungen, Gemälde, besondere Bücher usw. Da die Engadinerinnen und Engadiner oft im Ausland tätig waren (als Zuckerbäcker usw.) und sich hier auch zahlreiche Persönlichkeiten angesiedelt haben, beziehen sich die Dokumente nicht nur auf das Engadin, sondern auf die ganze Welt.

 

Das Kulturarchiv Oberengadin rettet vor allem gefährdetes Kulturgut!

Allzu oft werden wichtige und wertvolle Dokumente gar nicht als solche wahrgenommen und in dunklen Kellern verstaut, so dass sich ihr Erhaltungszustand immer verschlechtert, oder sie werden gar ganz entsorgt. Deswegen hat sich das Kulturarchiv die Aufgabe gestellt, kulturell bedeutsames Material aus dem Engadin vor der Zerstörung zu retten.

 

Im Kulturarchiv werden die Dokumente sichergestellt, geordnet, inventarisiert und interessierten Archivbenützerinnen und Archivbenützern zugänglich gemacht.

Dem Kulturarchiv Oberengadin ist es ein Anliegen, die Dokumente nicht nur in Schachteln abzulegen, sondern auch durch Publikationen und in den Medien einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.




1984 wurde eine umfangreiche Ausstellung über „Das Oberengadin in der Malerei“ organisiert. Bei der Recherche nach noch unbekannten Bildern in Engadiner Häusern stiess man nicht nur auf unbekannte Bilder, sonder auch auf allerhand Antiquitäten, Dokumente über die Kultur unseres Tales, Fotografien, Katasterpläne, Landkarten, Briefe, Geschäftsbücher, alte Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Zudem konnten die freundlichen Hausbesitzer über zahlreiche Erinnerungen und Begegnungen berichten. Allerdings war der Erhaltungszustand der Gegenstände wegen Feuchtigkeitsschäden oder Beschädigungen durch Mäuse oft sehr schlecht. Daraus entstand die Idee, oder besser gesagt der unbändige Wunsch, diese kulturell wertvollen und gefährdeten Gegenstände zu retten.

Unmittelbar folgend wurde ein geeigneter Ort für die Aufbewahrung dieser wichtigen Dokumente gesucht und gefunden: im neu renovierten Alten Spital von Samedan. Dank zahlreicher Unterstützung und dem Vertrauen der Besitzer war das Lokal bereits nach zwei Jahren völlig überfüllt.

Der Grundstein für das Archiv wurde am 11. August 1988 gelegt, als der Verein Kulturarchiv Oberengadin gegründet wurde. Enthusiasmus konnte man nicht nur bei den Mitarbeitern förmlich spüren, sondern auch von Interessenten aus nah und fern.

1991 durfte das Kulturarchiv in die Räume der Chesa Planta, einem Patrizierhaus aus dem Jahre 1595, umsiedeln, dies vor allem dank Anerkennung der Wichtigkeit der Dokumente. Noch heute befindet sich das Kulturarchiv in den Räumen und Kellern der Chesa Planta.




Das Kulturarchiv Oberengadin ist eine öffentliche Institution mit Sitz in der Chesa Planta Samedan. Sie wird von einem Verein mit rund 200 Mitgliedern denen ein Vorstand von fünf bis neun Mitgliedern vorsteht, verantwortet.

Im Archiv arbeiten drei Teilzeitangestellte, zeitweise auch Schüler und Studenten, und mehrere freiwillige Helferinnen und Helfer.

Der Basisbetrieb wird von Gemeinden, Kanton und Bund finanziert, Projekte und besondere Arbeiten werden von Stiftungen und anderen Geldgebern getragen.